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Nach meiner verletzungsbedingten Pause und am Ende der im Trainingsplan vorgesehenen Regenerationswochen, nahm ich endlich mal wieder an einem Berglauf teil. Obwohl ich auf Kreta einige Höhenmeter sammeln konnte, so hatte ich doch nur wenig richtige Bergerfahrung in diesem Jahr gewinnen können. Für mich sollte es eine Leistungsfeststellung sein von der ich zwar nicht allzu viel erwarten durfte aber dennoch mit einem Platz unter den Top 5 liebäugelte... |
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Mit Nicole und meiner Mutter reisten wir bereits am Freitag Abend an um ein schönes Wochenende zu verbringen und die Strecke schon mal etwas kennen zu lernen. Doch dies vermasselte der Wettergott völlig. Der Samstag war total verregnet und mit z. T. unter zehn Grad, alles andere als ein normales Juli-Wochenende. Dennoch lief ich am Samstag gegen 10 Uhr die ersten sechs Kilometer und bewältigte hierbei ca. die Hälfte der veranschlagten Höhenmeter. Nach 36 Minuten traf ich im Regen an der oberen Gemstelhütte ein. Danach begab ich mich wieder auf den Rückweg. |
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Am Wettkampftag zeigte sich das Kleinwalsertal von seiner schönsten Seite. Wolkenloser Himmel und fast angenehme 10 Grad beim Start um 9 Uhr waren sehr vielversprechend. Mit Thomas Langer, zweimaliger Sieger des Widdersteinlaufes in den ersten Jahren und Hannes Felder, dem Sieger des letzten Jahres versprach es ein spannendes Rennen zu werden. Gleich mit dem Startschuss setzten sich die beiden an die Spitze. Ich weiß nicht warum, denn wissend um meine nicht besonders gute Form, ging ich dieses Tempo mit und nach dem ersten Kilometer auf der, zugegeben abfallenden Strecke, stand eine 2:55 min. auf der Uhr. Bis Kilometer drei - nach dem ersten leicht steigenden Kilometer - konnte ich das Tempo halten, musste dann aber abreisen lassen. Während Thomas sein Tempo unbeirrt fortsetzte entstand nun auch zwischen ihm und Hannes eine Lücke. Die nächsten wenigen hundert Meter konnte ich zumindest noch mit Hannes mitgehen, als es aber steiler wurde ließ ich auch ihn laufen. |
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Nun wurde es richtig hart. Nicht mal 24 Stunden früher bin ich hier richtig locker und gleichmäßig den Berg hoch gelaufen und heute ist der Puls beim Anschlag, Gehpausen unterbrechen das flüssige Vorankommen und das Tempo ist gefühlsmäßig langsamer als am Vortag. Von hinten kommen die Verfolger. Einige Zeit kann ich mich an die Fersen derer heften, die ihr Rennen ganz offensichtlich besser eingeteilt haben als ich, bevor ich wieder abreisen lasse und "auf den Nächsten warte"... Die obere Gemstelhütte erreiche ich nach gut 35 Minuten - na super, genauso schnell wie gestern!!! "Es wird jetzt nicht mehr ganz so steil", wurde mir gestern an dieser Stelle versprochen. Schon komisch was diese "Bergbewohner" unter "nicht mehr ganz so steil" verstehen... Die Bergwertung durchlaufe ich als achter. Nach einigen Hügeln an der höchsten Stelle auf nicht gerade gut zu laufenden Pfaden - was aber in erster Linie an meiner nun mangelnden Konzentration liegt - geht es anschließend zum Teil ziemlich steil bergab. Von hinten kommt Florian Eberle wie ein geölter Blitz an mir vorbei geschossen. Während ich vielleicht auch aus Angst um meinen erst genesenen Fuß doch lieber nur kleine Sprünge mache, scheint ihm der unebene Boden, die vielen Steine und Absätze nichts auszumachen und man hat das Gefühl er rennt auf einer glatten asphaltierten Straße kerzengerade den Berg hinunter... Am Ende soll ihn das auch von Platz elf bei der Bergwertung auf Platz fünf in der Gesamtwertung bringen. Beeindruckend! Nach einem kleinen Ausrutscher mit anschließender Rolle und einigen Sprüngen in den tiefen Matsch stetzte ich meine "gemütliche Talfahrt" fort. An meiner Gesamtplatzierung änderte sich nichts, da ich immerhin auch noch zwei Teilnehmer überholen konnte. Auf der Forststraße, zwei Kilometer vor dem Ziel machte ich dann unter den Anfeuerungsrufen meiner Mutter nochmal richtig Tempo und überquerte als Gesamt Achter in 1:27:45 Std. die Ziellinie. Ca. drei Minuten schlechter als vorgenommen aber unter den Top Ten mein Minimalziel erreicht. |
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Gesamtsieger - nun zum dritten Mal - wurde Thomas Langer, dessen komfortabler Vorsprung bei der Bergwertung bis zum Ziel auf nur 4 sek. zu Hannes Felder schmolz. Bis zur höchsten Stelle war Thomas auf Streckenrekordkurs. Dank ihm gewann ich aber auch noch... Denn in der Teamwertung lagen wir am Ende immerhin noch ca. 40 sek. vor dem Team Felder/Bereuter. Dritte in der Teamwertung wurden Florian Eberle und Heinz Schlicher. |
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