Rennsteiglauf
pure-run.de von und mit Carsten Stegner
     

 

Stadioncross des PSV München

am 14.02.2009

 

Strecken: 3.800 - 8.600 m + Schüler und Kinderläufe

Überwiegend Rasenfläche mit sehr kurzen prägnanten Steigungen kleinen Hindernissen

Umkleiden und Parkplätze im Stadionbereich

Runner
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Der Stadioncross sollte mein wichtigster Wettkampf im ersten Viertel des Jahres sein. Die unmittelbare Vorbereitung darauf ließ schon zu wünschen übrig, beunruhigte mich jedoch noch nicht. Bei den letzten Tempoläufen hatte ich rein vom Gefühl her schon leichte Schwierigkeiten das Wettkampftempo über 1.500 bzw. 1.000 Meter zu halten. Puls und Zeiten passten jedoch recht gut...

Am Morgen des Wettkampftages lief ich direkt nach dem Aufstehen noch locker 2,5 km, die Zeit eilte schließlich nicht, denn auch mit dem bekannten Samstagsverkehr sollten wir in spätesten 2 Std. in München sein. Dementsprechend fuhren wir los um mindestens eine Stunde vor Start im Stadion des PSV München anzukommen. Doch dieses Mal sollte mein Zeitmanagement komplett versagen. Ein nahezu durchgehender Stau von Nürnberg bis München sorgte dafür, dass ich in Höhe Pfaffenhofen meine Frau bat sofort umzudrehen, da ich zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem warm-up beginnen wollte. Sie fuhr jedoch unbeirrt weiter und somit kam ich - mit völlig blank liegenden Nerven - fünf Minuten vor dem Startschuss zur geplanten Langstrecke am Stadiongelände an.

  Start Langstrecke
     
Alleine im Kampf gegen die Runden  

Mein warm-up: Sprint mit Sporttasche vom Auto zur Startnummernausgabe, zurückgelegte Startnummer nehmen - nächster Sprint zu einem Zelt in welchem ich mich umziehen konnte - Sprint zum Start - leichtes hüpfen auf der Startlinie - Schuss!

Die erste von sieben Runden a 1.200 Meter konnte ich noch einigermaßen in meinem geplanten Tempo mitgehen und hängte mich an die Fersen von Peter Simon. Doch schon zum Ende dieser Runde machten die Muskeln total zu. Ich fing an auf dem festgetretenen Schnee "herumzueiern" und wäre wohl spätestens in der dritten Runde ausgestiegen, wenn nicht Nicole und meine Mutter alles gegeben hätten, mich anzufeuern!

Die Strecke war trotz des Schnees sehr gut präpariert. Auf dem festgetretenen Schnee war es sehr wichtig das richtige Schuhwerk zu wählen. Dementsprechend liefen die meisten Athleten mit Spikes. Ich entschied mich für die Salomon SpeedCross. Dieser Schuh hatte gegenüber den meisten Spikes den Vorteil, dass er auch im Fersenbereich mit seinem super Profil den nötigen Halt gab. Lediglich auf einem kurzen vereisten Stück sowie einer Linkskurve an einem nach rechts abfallenden Hang musste ich recht vorsichtig agieren. Diese Kurve wurde aber auch vielen Spikesträgern zum Verhängnis. Schadenfrohe Zuschauer waren hier sehr gut aufgehoben... ;-)

     

In jeder Runde, die über drei Sportplätze verlief und, wie bereits erwähnt, einige natürliche „Hindernisse“ bot, mussten zusätzlich noch  eine Weitsprunggrube durchlaufen  sowie einige kleine „Gemeinheiten“ wie Baumstämme oder Tannenzweige übersprungen werden. Insgesamt ein sehr schöner und vor allem für den Zuschauer sehr interessanter Rundkurs.

Bei mir lief es ab Ende der fünften Runde zumindest so gut, dass ich mein Tempo nun gefunden hatte und den ein oder anderen Läufer, der mich bis dahin überholt hatte wieder einholen bzw. überholen konnte.

Am Ende der 8.600 Meter überquerte ich nach 30:20 min zumindest noch in den Top Ten als Neunter das Ziel. Und so blieb zumindest das gute Gefühl, meinen Schnweinehund überwunden zu haben und nach dem anfänglichen Stress überhaupt am Start gewesen zu sein. Aufgrund des fehlenden Aufwärmens fiel das Auslaufen bei leichtem Schneefall dafür etwas länger aus.

Sieger der Langstrecke war Stefan Paternoster (LG Passau) vor Heiko Middelhoff und Thomas Langer. Diese wären für mich auch nach dem besten Aufwärmen unschlagbar ;-)

Homepage des Veranstalters und Ergebnisse hier

  Thomas Langer beim Zieleinlauf