Extremlauf
Zitat aus Wikipedia zum Thema Extremsport:
Die Beurteilung eines Sportes als "Extremsport" ist vielfach subjektiv bzw. der Übergang ist diffus. So können viele gängige Sportarten exzessiv oder mit erhöhtem Risiko als "Extremsport" betrieben werden, z.B. Mountainbiken, Skilaufen, Klettern oder Langstreckenlauf. Andere Sportarten wirken nur auf Außenstehende extrem, wie z.B. Bungee-Jumping, wo es kaum ein wirkliches Risiko, Höchstanforderungen oder Schwierigkeiten gibt, sondern nur einen durch die Umstände bedingten Nervenkitzel. Die meisten Extremsportler betrachten ihren Sport nicht als extrem, viele bezeichnen ihn sogar als "Familiensport".
Für den Couchpotato ist ein 10-km-Lauf vielleicht schon extrem. Für den 10-km-Läufer im Gegenzug vielleicht das Leben des Couchpotatos, doch auch er kann seinen Lauf als extrem schnell oder die Strecke als extrem schwer beurteilen.
In der breiten Masse ist sicher all das extrem, was man selbst nicht in der Lage ist, zu leisten bzw. es nicht testet, da es einem zu schwer, zu gefährlich oder zu teuer erscheint.
Das Wort "EXTREM" wird meist dann benutzt um marketingtechnisch die Attraktivität des Wettbewerbs zu steigern. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass bei einem "normalen" Berglauf die Teilnehmerzahlen bei ca. 150 - 200 liegen und beim "Zugspitz-Extrem-Berglauf" auf einmal bei ca. 700??? Fakt ist, dass der Zugspitzberglauf im Vergleich zu den meisten anderen Bergläufen einen größeren Höhenunterschied aufweist und auch etwas länger ist als der Durchschnittsberglauf - außerdem geht es immerhin auf den höchsten Berg Deutschlands... Doch fragt man den typischen Bergläufer, so wird er diese Strecke meist nicht als "extrem" im Sinne des Dudens - bis an die äußerste Grenze gehend; radikal, krass - definieren.
Der Mensch ist auf der Suche nach dem Ungewöhnlichen, um sich von der Masse abzuheben. War es in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts noch der Marathonlauf, so muss es heute bei mehr als 160 Marathonveranstaltungen und über 200.000 deutschen Marathonläufern, schon etwas "besonderes" sein. Dies ist auch nicht negativ zu sehen, solange man hierbei seine eigenen Grenzen nicht überschreitet! Die Zahl "extremer Veranstaltungen" vermehrt sich rasant. Hierbei wird nicht immer das Rad neu erfunden. Meist sind es Wettbewerbe, die es in ähnlicher Form schon immer gab. Um dem Wort "Extrem" gerecht zu werden, werden dann z. B. bei einem Crosslauf besondere Hindernisse eingebaut, oder selbiger wird bei besonders schlechten Witterungsverhältnissen durchgeführt. Der Berglauf wird steiler, der (Ultra-)Marathon länger. Auch in anderen Sportarten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Z. B. Speedskiing, Red-Bull-X-Alps, Red-Bull-Air-Race, etc.
Veranstaltungen im Laufsport die das "Prädikat EXTREM" verdient haben sind z. B.
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Crosslauf in Großbritannien mit besonderen Hindernissen, meist bei schlechtem Wetter |
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Deutsches Gegenstück zum Tough Guy mit ständig wachsender Teilnehmerzahl |
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Berglauf zum höchsten Punkt Deutschlands, 16,1 km, 2100 HM |
Bilder von www.getgoing.de |
Viele weitere spannende Wettbewerbe auf: www.crazyruns.com
