Berglauf
Berglauf ist nicht gleich Berg(l)auf
Die Grundsätze des Berglaufes wurden bereits erläutert. Doch hat der Berglauf so viele Gesichter, dass es den Rahmen sprengen würde auf feine Unterschiede einzugehen. Jeder wird für sich seinen Berglauf oder seine Art von Berglauf finden, der / die ihm besonders gefällt. Hierzu kann er mittlerweile aus knapp 150(!) deutschen Bergläufen seinen Favoriten wählen. Mindestens genau so viele findet man in Österreich, der Schweiz, in Italien und Frankreich. Letzteres übertrifft die Menge erheblich und bietet sehr viele Ultrabergläufe. Auch Slowenien mausert sich und bietet viele attraktive Bergläufe an. Wer gerne etwas weiter reist, dem sei La Réunion, Hawaii oder Neuseeland empfohlen. Weltenbummler werden in nahezu jedem Land einen Berglauf finden.
Was unterscheidet nun die Bergläufe?
Der größte Unterschied und auch Streitpunkt unter den Bergläufern ist, ob ein Berglauf nur den Berg hoch oder auch hinunter führen soll. Meisterschaften werden seit 1993 abwechselnd im "Uphill" und "Up- and downhill" ausgetragen. Sicher ist die Verletzungsgefahr beim Bergablaufen um ein Vielfaches größer und auch die Belastung für Bänder, Sehnen, Knochen sowie der Muskeln ist eine ganz andere. Doch bei vielen Bergläufen, wie z. B. Bergmarathons oder Etappenläufen kann man gar nicht verhindern den Berg wieder hinab zu laufen. Somit werden sich die Geister in diesem Punkt noch lange nicht einig sein...
Manche Bergläufe werden nur auf Forststraßen gelaufen, andere sogar nur auf Asphalt, ohne dabei an Steilheit oder Eindruck zu verlieren (Kitzbühler Hornlauf), andere Veranstalter lassen die Athleten nur auf Trails und zum Teil leichten Klettersteigen laufen.
Wer gerne in der Länge variiert wird auch schnell fündig und hat die Qual der Wahl. Stufenlos verlängern sich die Bergläufe bis zur vollen Marathondistanz (Zermatt, Liechtenstein, Graubünden, Oberstaufen, Val de Travers, Davos, Anzère - Leukerbad, Jungfrau), darüber hinaus Swiss-Alpine K78 (78 km/2320 HM), Zugspitz Ultra-Trail (101 km / 6054 HM - 63 km / 3622 HM) oder der Ultra-Trail du Tour du Mont Blanc (165 km/9000 HM) und wer ein paar Tage Zeit hat der nimmt an Etappenbergläufen (Gore-Tex Transalpine-Run 240-300 km/ca. 15.000 HM, Swiss Jura Marathon 350 km/11.000 HM) teil.
Ich habe meine Lieblingsbergläufe schon gefunden - es ist von jedem etwas dabei - und ich bin mir sicher, dass sich die Liste meiner Favoriten noch verlängert!
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